DEDemokratie-DetektiveBad Ems · Welterbe mit Zukunft
Fallakte 2026/27 · Realschule plus Bad Ems–Nassau

Die Stadt
gehört auch uns.

Bad Ems ist Welterbe. Doch wer entscheidet, wie sich unsere Stadt weiterentwickelt? Eine Klasse beginnt zu ermitteln – und entdeckt: Demokratie ist kein Schulbuchkapitel. Sie beginnt vor der eigenen Haustür.

↓ Bad Ems lesen · Stimmen hören · Zukunft gestalten
Cartoon: Die Jugendlichen reichen gemeinsam ihre Bewerbung für den Jugend-Engagement-Preis 2026 ein
Meilenstein · 2. September 2026
Neues aus der Ermittlungszentrale

Bewerbung abgegeben!

Heute haben wir unsere Bewerbung für den Jugend-Engagement-Preis 2026 eingereicht.

Mit „Demokratie im Welterbe – Bad Ems mit Jugendaugen sehen“ wollen wir zeigen: Jugendliche möchten ihre Stadt nicht nur kennenlernen – sie möchten sie mitgestalten.

Stadt erforschenMenschen befragenIdeen entwickelnJugend sichtbar machen

Aus Geschichte wird Engagement. Aus Zuschauen wird Einmischen. Und aus Schülerinnen und Schülern werden junge Menschen, die Verantwortung für ihre Stadt übernehmen.

Jetzt heißt es: Daumen drücken!Die Jury tagt im November. Doch auf dieses Projekt sind wir schon heute richtig stolz.
Gesicherte Spur · 9. September 2026

Was 30 Jugendliche sagen.

Unsere erste Umfrage ist ausgewertet: 33 Fragen und 204 freie Antworten geben uns eine belastbare Arbeitsgrundlage. Sie zeigen viel Verbundenheit mit Bad Ems – und ebenso deutlich, wo Beteiligung, Treffpunkte und Wissen über das Welterbe fehlen.

69,0 %finden, dass Jugendliche bei Entscheidungen mitreden sollten.
82,8 %haben noch nie versucht, in Bad Ems etwas zu verändern.
55,6 %sehen als Hürde: Erwachsene nehmen Jugendliche nicht ernst.
58,6 %können nicht erklären, warum Bad Ems UNESCO-Welterbe ist.
48,3 %nennen fehlende Orte zum Chillen als wichtiges Thema.
41,4 %wünschen sich mehr Treffpunkte.
64,0 %der auswertbaren freien Antworten beschreiben Bad Ems als Heimat, Zugehörigkeit oder positiv.
204offene Antworten wurden anonymisiert gelesen und thematisch geordnet.
„Bad Ems ist für mich Heimat und ein Ort, an dem ich mich wohlfühle.“
„Wenn meine Meinung gehört wird und das Projekt auch für Jugendliche interessant ist, würde ich mitmachen.“
„Hört uns Jugendlichen zu und nehmt unsere Ideen ernst!“
Hinweis: Die Befragung ist eine Momentaufnahme unserer Lerngruppe und nicht repräsentativ. Namen wurden entfernt; Zitate werden anonym veröffentlicht.Originalauswertung ansehen ↗
Nächster Ermittlungsauftrag

Bad Ems mit Jugendaugen.

Bevor wir weiter analysieren, gehen die Jugendlichen hinaus und schauen genau hin. Die Aufgabe verbindet Wahrnehmung, Gefühl und Urteil: Was zieht uns an? Was schreckt uns ab? Und wo sehen wir Möglichkeiten?

3 Fotosvon Orten, an denen ihr euch gern aufhaltet.
3 Fotosvon Orten, die euch abschrecken oder unwohl fühlen lassen.
1 Fotovon einem Ort, in dem ungenutztes Potenzial steckt.
1 Detaildas für euch typisch Bad Ems ist.

Zu jedem Bild

Ort, kurzer Grund, „bewahren oder verändern?“ und ein Titel mit höchstens fünf Wörtern. Keine erkennbaren Personen ohne Einwilligung, keine lesbaren Kennzeichen und keine gefährlichen oder privaten Orte.

Danach wird daraus eine Collage

Drei Kapitel: „Hier bleiben wir gern“, „Hier muss sich etwas ändern“ und „Hier sehen wir Möglichkeiten“. Mit passender Musik entsteht zuerst ein emotionales Stadtbild – danach gehen wir wieder kognitiv in die Tiefe.

Unsere Leitfrage

Welterbe – für wen?

Welterbe ist mehr als schöne Architektur und große Geschichte. Es ist ein Lebensraum, den jede Generation neu verstehen, aushandeln und mitgestalten muss.

Deshalb untersuchen Jugendliche Bad Ems mit offenen Augen: Was macht unsere Stadt besonders? Wo fühlen wir uns willkommen? Was fehlt? Welche Wünsche haben andere Generationen? Und wie werden aus vielen Stimmen faire, realistische Entscheidungen?

ErforschenOrte, Geschichte, Bedürfnisse und Konflikte aufmerksam wahrnehmen.
BeteiligenJugendliche und Einwohner auf unterschiedlichen Wegen zu Wort kommen lassen.
VerändernAus Erkenntnissen konkrete Ideen entwickeln und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Gesicherte Spur · 26. August 2026

Erinnerung vor der Haustür.

Auf dem Ehrenfriedhof des städtischen Friedhofs Bad Ems untersuchte die Klasse 9e die Gräber des Ersten Weltkriegs. Aus Inschriften, Formen, Namen, Lebensdaten, Zeichnungen, Fotos und persönlichen Eindrücken entstand ein gemeinsames Bild des Ortes.

beobachtennotierenvergleichenGemeinsamkeiten finden
„Geschichte liegt manchmal nur wenige Schritte von unserem Alltag entfernt.“
01

Ein besonderer Ort

Ruhig, schattig und klar abgegrenzt: Die Atmosphäre lädt eher zum Nachdenken als zum schnellen Vorbeigehen ein.

02

Viele ähnliche Gräber

Kreuze, Reihen und ähnliche Formen zeigen das Ausmaß des Krieges – und stehen zugleich für viele einzelne Schicksale.

03

Bad Ems ist Teil der Geschichte

Jahreszahlen und Inschriften machen sichtbar: Der Erste Weltkrieg ist hier kein fernes Kapitel aus einem Schulbuch.

04

Hinter jedem Namen ein Leben

Namen und Lebensdaten machten Geschichte persönlich. Besonders bewegte die Klasse, wie jung manche Verstorbenen waren.

05

Erinnerung braucht Aufmerksamkeit

Moos, Gras, Efeu und verwitterte Schrift zeigen: Natur und Zeit verändern den Gedenkort. Pflege und Dokumentation gehören zum Erinnern.

Unser Gesamtergebnis

Wir haben den Ersten Weltkrieg nicht nur über Jahreszahlen untersucht. Aus „Gefallenen“ wurden Namen, Lebensdaten, junge Menschen und Fragen nach ihren Familien, ihren Ängsten und ihrem verpassten Leben.

Vom Unterricht in die Stadt

Sechs echte Schritte.

Die Spielmissionen bilden unseren tatsächlichen Projektweg ab. Später werden hier die Ergebnisse der Jugendlichen sichtbar – aus dem digitalen Fall wird eine wachsende Chronik realen Engagements.

01

Stimmen hören

30 Fragebögen und 204 freie Antworten sind ausgewertet, anonymisiert und dokumentiert.

02

Stadt lesen

Lieblingsorte, abschreckende Orte und ungenutzte Möglichkeiten mit der Kamera erforschen.

03

Geschichte vor Ort

Am Ehrenfriedhof und in Friedrichssegen Spuren gelesen, Quellen geprüft und Sozialgeschichte erlebt.

04

Konflikte prüfen

Unterschiedliche Interessen sichtbar machen, statt vorschnelle Lösungen zu wählen.

05

Ideen beraten

Vorschläge entwickeln, Kriterien festlegen, diskutieren und demokratisch priorisieren.

06

Handeln

Partner gewinnen, eine Idee umsetzen und Wirkung ehrlich dokumentieren.

Gesicherte Spur · 10. September 2026

Friedrichssegen: Geschichte zum Anfassen.

Die Klasse 9e folgte dem Bergbaupfad bis zum Carls-Schacht und zum Felixstollen. Herr Schupp und ein Geologe machten aus Ruinen, Werkzeugen, Fotografien und Schautafeln die Lebenswelt einer ganzen Bergbausiedlung sichtbar – informativ, anschaulich und ohne akademische Distanz.

BergbauArbeitsweltSozialgeschichteZusammenlebenErinnerungskultur

Unsere wichtigste Entdeckung: Bergbaugeschichte handelt nicht nur von Erz, Maschinen und Schächten. Sie handelt von Menschen, Familien, harter Arbeit, Gefahren, Gemeinschaft und sozialen Unterschieden.

Die Klasse 9e gemeinsam am historischen Lernort in Friedrichssegen
23 junge Detektivinnen und Detektive auf Spurensuche im eigenen Lebensraum.
Arbeit unter GefahrWerkzeuge, Schächte und Förderanlagen ließen erahnen, wie körperlich hart und riskant die Arbeit unter Tage war.
Eine ganze SiedlungZu Bergwerk und Hüttenwerk gehörten auch Schule, Krankenhaus, Apotheke, Kirchen und unterschiedliche Treffpunkte.
Soziale UnterschiedeArbeiter und Beamte lebten nicht gleich. Selbst die getrennten Kasinos erzählen von Hierarchie und gesellschaftlichen Grenzen.
Geschichte bewahrenRuinen, Bilder und Fundstücke sprechen nur, wenn Menschen sie sichern, erklären und an die nächste Generation weitergeben.
Die Vorbereitung: Spuren unter TageDie düsteren Poster wurden vor dem Besuch zu einer filmischen Annäherung an Bergbau, Lebenswelt und historisches Gedächtnis.
Interaktiver Prolog

Deine erste Ermittlung.

Du entscheidest nicht über eine erfundene Stadt. Du erprobst die Methoden, mit denen Jugendliche Bad Ems tatsächlich untersuchen und verändern werden.

Fallakte: Welterbe mit Zukunft
0 / 6 Spuren
Projektakte · wächst ab August 2026

Was aus dem Spiel Wirklichkeit wird.

Diese Seite ist kein fertiges Schaufenster. Sie ist der digitale Ausgangspunkt eines Schuljahres, in dem Jugendliche recherchieren, fragen, zuhören, diskutieren und handeln. Jeder neue Beleg macht sichtbar, wie Beteiligung gelernt und gelebt wird.

Die Jury soll unser Projekt nicht nur beurteilen. Sie soll für einige Minuten selbst Teil der Ermittlung werden.

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Stadtkarte der Perspektiven

Markierungen, Fotospuren und kurze Begründungen zeigen, wie Jugendliche und Erwachsene Bad Ems wahrnehmen.

Hier wachsen echte Ergebnisse
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Stimmen aus Bad Ems

Die erste Jugendbefragung ist ausgewertet: Zahlen und 204 freie Antworten zeigen Verbundenheit, Wünsche und Beteiligungshürden.

Erste Ergebnisse gesichert
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Erinnerung vor Ort

Die Recherche am Ehrenfriedhof zeigt, wie aus Inschriften, Namen und Beobachtungen ein gemeinsames historisches Bild entsteht.

Ergebnis dokumentiert

Unsere sichtbare Veränderung

Die Jugendlichen entscheiden, welche realistische Idee sie gemeinsam mit Partnern in Bad Ems umsetzen.

Entscheidung offen
Unsere Haltung
„Wir haben das Welterbe nicht geschaffen. Aber wir können mitentscheiden, welche Zukunft es bekommt.“

Demokratie im Welterbe – Jugendliche gestalten Bad Ems mit. Ein Projekt der Realschule plus Bad Ems–Nassau im Schuljahr 2026/27.