Die Stadt
gehört auch uns.
Bad Ems ist Welterbe. Doch wer entscheidet, wie sich unsere Stadt weiterentwickelt? Eine Klasse beginnt zu ermitteln – und entdeckt: Demokratie ist kein Schulbuchkapitel. Sie beginnt vor der eigenen Haustür.
Bewerbung abgegeben!
Heute haben wir unsere Bewerbung für den Jugend-Engagement-Preis 2026 eingereicht.
Mit „Demokratie im Welterbe – Bad Ems mit Jugendaugen sehen“ wollen wir zeigen: Jugendliche möchten ihre Stadt nicht nur kennenlernen – sie möchten sie mitgestalten.
Aus Geschichte wird Engagement. Aus Zuschauen wird Einmischen. Und aus Schülerinnen und Schülern werden junge Menschen, die Verantwortung für ihre Stadt übernehmen.
Was 30 Jugendliche sagen.
Unsere erste Umfrage ist ausgewertet: 33 Fragen und 204 freie Antworten geben uns eine belastbare Arbeitsgrundlage. Sie zeigen viel Verbundenheit mit Bad Ems – und ebenso deutlich, wo Beteiligung, Treffpunkte und Wissen über das Welterbe fehlen.
„Bad Ems ist für mich Heimat und ein Ort, an dem ich mich wohlfühle.“
„Wenn meine Meinung gehört wird und das Projekt auch für Jugendliche interessant ist, würde ich mitmachen.“
„Hört uns Jugendlichen zu und nehmt unsere Ideen ernst!“
Bad Ems mit Jugendaugen.
Bevor wir weiter analysieren, gehen die Jugendlichen hinaus und schauen genau hin. Die Aufgabe verbindet Wahrnehmung, Gefühl und Urteil: Was zieht uns an? Was schreckt uns ab? Und wo sehen wir Möglichkeiten?
Zu jedem Bild
Ort, kurzer Grund, „bewahren oder verändern?“ und ein Titel mit höchstens fünf Wörtern. Keine erkennbaren Personen ohne Einwilligung, keine lesbaren Kennzeichen und keine gefährlichen oder privaten Orte.
Danach wird daraus eine Collage
Drei Kapitel: „Hier bleiben wir gern“, „Hier muss sich etwas ändern“ und „Hier sehen wir Möglichkeiten“. Mit passender Musik entsteht zuerst ein emotionales Stadtbild – danach gehen wir wieder kognitiv in die Tiefe.
Welterbe – für wen?
Welterbe ist mehr als schöne Architektur und große Geschichte. Es ist ein Lebensraum, den jede Generation neu verstehen, aushandeln und mitgestalten muss.
Deshalb untersuchen Jugendliche Bad Ems mit offenen Augen: Was macht unsere Stadt besonders? Wo fühlen wir uns willkommen? Was fehlt? Welche Wünsche haben andere Generationen? Und wie werden aus vielen Stimmen faire, realistische Entscheidungen?
Erinnerung vor der Haustür.
Auf dem Ehrenfriedhof des städtischen Friedhofs Bad Ems untersuchte die Klasse 9e die Gräber des Ersten Weltkriegs. Aus Inschriften, Formen, Namen, Lebensdaten, Zeichnungen, Fotos und persönlichen Eindrücken entstand ein gemeinsames Bild des Ortes.
„Geschichte liegt manchmal nur wenige Schritte von unserem Alltag entfernt.“
Ein besonderer Ort
Ruhig, schattig und klar abgegrenzt: Die Atmosphäre lädt eher zum Nachdenken als zum schnellen Vorbeigehen ein.
Viele ähnliche Gräber
Kreuze, Reihen und ähnliche Formen zeigen das Ausmaß des Krieges – und stehen zugleich für viele einzelne Schicksale.
Bad Ems ist Teil der Geschichte
Jahreszahlen und Inschriften machen sichtbar: Der Erste Weltkrieg ist hier kein fernes Kapitel aus einem Schulbuch.
Hinter jedem Namen ein Leben
Namen und Lebensdaten machten Geschichte persönlich. Besonders bewegte die Klasse, wie jung manche Verstorbenen waren.
Erinnerung braucht Aufmerksamkeit
Moos, Gras, Efeu und verwitterte Schrift zeigen: Natur und Zeit verändern den Gedenkort. Pflege und Dokumentation gehören zum Erinnern.
Wir haben den Ersten Weltkrieg nicht nur über Jahreszahlen untersucht. Aus „Gefallenen“ wurden Namen, Lebensdaten, junge Menschen und Fragen nach ihren Familien, ihren Ängsten und ihrem verpassten Leben.
Sechs echte Schritte.
Die Spielmissionen bilden unseren tatsächlichen Projektweg ab. Später werden hier die Ergebnisse der Jugendlichen sichtbar – aus dem digitalen Fall wird eine wachsende Chronik realen Engagements.
Stimmen hören
30 Fragebögen und 204 freie Antworten sind ausgewertet, anonymisiert und dokumentiert.
Stadt lesen
Lieblingsorte, abschreckende Orte und ungenutzte Möglichkeiten mit der Kamera erforschen.
Geschichte vor Ort
Am Ehrenfriedhof Gräber, Inschriften und Erinnerungskultur untersucht und gemeinsam ausgewertet.
Konflikte prüfen
Unterschiedliche Interessen sichtbar machen, statt vorschnelle Lösungen zu wählen.
Ideen beraten
Vorschläge entwickeln, Kriterien festlegen, diskutieren und demokratisch priorisieren.
Handeln
Partner gewinnen, eine Idee umsetzen und Wirkung ehrlich dokumentieren.
Geschichte liegt nicht nur im Kurviertel.
Unsere Ermittlung führt dorthin, wo Arbeit, Hoffnung und Gefahr das Leben ganzer Familien prägten: in die frühere Bergbausiedlung Friedrichssegen. Die Jugendlichen nähern sich diesem Ort über Bilder, Atmosphäre und historische Fragen.
Warum das Demokratiearbeit ist: Wer eine Stadt verstehen und mitgestalten will, muss auch die Geschichten der Menschen sichtbar machen, die sie durch ihre Arbeit und ihr Zusammenleben geprägt haben.
Deine erste Ermittlung.
Du entscheidest nicht über eine erfundene Stadt. Du erprobst die Methoden, mit denen Jugendliche Bad Ems tatsächlich untersuchen und verändern werden.
Was aus dem Spiel Wirklichkeit wird.
Diese Seite ist kein fertiges Schaufenster. Sie ist der digitale Ausgangspunkt eines Schuljahres, in dem Jugendliche recherchieren, fragen, zuhören, diskutieren und handeln. Jeder neue Beleg macht sichtbar, wie Beteiligung gelernt und gelebt wird.
Die Jury soll unser Projekt nicht nur beurteilen. Sie soll für einige Minuten selbst Teil der Ermittlung werden.
Stadtkarte der Perspektiven
Markierungen, Fotospuren und kurze Begründungen zeigen, wie Jugendliche und Erwachsene Bad Ems wahrnehmen.
Hier wachsen echte ErgebnisseStimmen aus Bad Ems
Die erste Jugendbefragung ist ausgewertet: Zahlen und 204 freie Antworten zeigen Verbundenheit, Wünsche und Beteiligungshürden.
Erste Ergebnisse gesichertErinnerung vor Ort
Die Recherche am Ehrenfriedhof zeigt, wie aus Inschriften, Namen und Beobachtungen ein gemeinsames historisches Bild entsteht.
Ergebnis dokumentiertUnsere sichtbare Veränderung
Die Jugendlichen entscheiden, welche realistische Idee sie gemeinsam mit Partnern in Bad Ems umsetzen.
Entscheidung offen„Wir haben das Welterbe nicht geschaffen. Aber wir können mitentscheiden, welche Zukunft es bekommt.“
Demokratie im Welterbe – Jugendliche gestalten Bad Ems mit. Ein Projekt der Realschule plus Bad Ems–Nassau im Schuljahr 2026/27.